Female Excellence Award - Ethics of Digitization
Wie kann die Entwicklung und Nutzung von Large Language Models (LLMs) in der Bildung verantwortungsvoll gestaltet werden, um Herausforderungen wie Fairness, Gleichberechtigung und Datenschutz zu bewältigen?
Bis zum 15.09.2025 konnten sich Studentinnen und Doktorandinnen sowie Gründerinnen mit Abschlussarbeiten, Dissertationen und Existenzgründungen für den Female Excellence Award – Ethics of Digitization: Ethik in der digitalen Bildung bewerben.
Im Rahmen des ARRTI-Akademieabends wurde am 12.01.2026 im TRIANGEL der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Female Excellence Award verliehen. Der Preis wird von der Deutschen Telekom gesponsort. Schirmherrin des Preises ist Heinrich-Hertz-Gastprofessorin Claudia Nemat, die bis Oktober 2025 Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom war. Aus zahlreichen Bewerbungen wählte die Jury vier Gewinnerinnen aus.
Gewinnerinnen in der Kategorie Dissertation: Prof. Dr. Sarah Rachut und Dr. Karolina Stańczak
Prof. Dr. Sarah Rachut wurde an der Technischen Universität München mit ihrer Dissertation „Grundrechtsverwirklichung in digitalen Kontexten“ promoviert. Die Arbeit befasst sich mit Fragen des verantwortungsvollen und gemeinwohlorientierten Einsatzes von Künstlicher Intelligenz, deren Regelung im Kontext von Schulen und Hochschulen sowie nach dem Abwägen von möglichen Risiken und Potenzialen.
Die Dissertation „A Multilingual Perspective on Probing Gender Bias“ von Dr. Karolina Stańczak, entstand an der Universität Kopenhagen und widmet sich der Frage, wie Gender-Bias sich sowohl in natürlicher Sprache als auch in Sprachtechnologien ausdrückt. Hervorzuheben ist hier der mehrsprachige und multikulturelle sowie geschichtswissenschaftliche Ansatz, mit dem Gender-Bias betrachtet und in dessen Kontext untersucht wird.
Gewinnerin in der Kategorie Abschlussarbeit: Britta Leonhard
In ihrer an der Technischen Hochschule Lübeck verfassten Bachelorarbeit „Modellierung von Diversity Personas für den Digitalen Learning Campus – Konzeption und technische Umsetzung in einem Chatbot-Prototyp“ befasst sich Britta Leonhard mit fiktiven, datenbasierten Charakteren in Chatbots zur Darstellung vielfältiger Nutzungsperspektiven und damit verbunden mit inklusiveren Bildungsangeboten.
Gewinnerin in der Kategorie Gründung: Dr. Hadeel Naeem
Dr. Hadeel Naeem, Research Fellow am Centre for Philosophy and AI Research (PAIR) der FAU Erlangen-Nürnberg, wurde für ihr Projekt „IV Tutor“ ausgezeichnet. Die App, die durch generative KI unterstützt wird, soll Grundschulkindern dabei helfen, intellektuelle Fähigkeiten und Werte, wie beispielsweise Aufgeschlossenheit und Kreativität, auszubilden. So sollen Lernende unterstützt und Bildung für das KI-Zeitalter zu transformieren, indem Unterrichtsmethoden mit generativer KI so in Einklang gebracht werden, dass sie den eigentlichen Bildungszielen entsprechen: Lernenden dabei zu helfen, einen starken intellektuellen Charakter zu entwickeln.
Claudia Nemat überreichte den Preis an die beiden anwesenden Gewinnerinnen, Prof. Dr. Sarah Rachut und Dr. Hadeel Naeem, und betonte in Ihrer Laudatio neben dem verantwortungsvollen Umgang mit KI und möglichen Risiken auch die Potenziale und Transformationsmöglichkeiten und Relevanz neuer Technologien sowie den Beitrag, den die vier Gewinnerinnen jeweils hierzu leisten.
Wir bedanken uns herzlich bei den Gewinnerinnen für den Einblick in ihre spannenden Arbeiten und ihr Engagement sowie bei Claudia Nemat und der Deutschen Telekom für die Unterstützung des Preises.
Vielen Dank auch an Prof. Dr. Marcus Popplow, stellvertretender Direktor für Forschung, der die Gewinnerinnen und Claudia Nemat begrüßte.



