Ethikkodex für Reallabore

  • Ansprechperson:

    Dr. phil. Marc Dusseldorp

  • Projektbeteiligte:

    Prof. Dr. Dr. Rafaela Hillerbrand

    Dr. phil. Elisabeth Does

    Dr. Oliver Parodi

    Dr. Andreas Seebacher

    Dr. Marc Dusseldorp

  • Starttermin:

    2022

  • Endtermin:

    2022

Ethikkodizes und ethische Richtlinien sollen die wissenschaftliche Praxis in Forschung und Lehre anleiten – auf allgemeiner Ebene (etwa der DFG-Kodex zur guten wissenschaftlichen Praxis), auf der Ebene einzelner Disziplinen (z. B. die ethischen Grundsätze des Ingenieurberufes des VDI) oder in Bezug auf spezifische Forschungstypen (Nürnberger Kodex zu Experimenten am Menschen).

Neue Arten der Forschung machen neue Richtlinien und Kodizes erforderlich. Hierzu zählen Reallabore: transdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, die zur gesellschaftlichen Nachhaltigkeitstransformation beitragen sollen. Seit ihren Anfängen vor etwa zehn Jahren haben sie erheblich an Bedeutung gewonnen und zählen nunmehr zu den exponiertesten transformativen Ansätzen an der Schnittstelle von Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Die partizipative sowie insbesondere transformative Natur von Reallaborforschung unterscheidet diese von tradierten Arten der Forschung und wirft andere ethische Fragen für die Beteiligten auf.

Diese zu explizieren und Ansätze für den Umgang mit Ihnen aufzuzeigen, ist Gegenstand des Projektes „Ethikkodex für Reallabore“, das in enger Kooperation zwischen ARRTI und den Karlsruher Transformationszentrum für Nachhaltigkeit und Kulturwandel (KAT) durchgeführt wird. Grundlage für die Projektarbeit ist die langjährige Erfahrung des KAT als Pionier der Reallaborentwicklung. So können die ethischen Implikationen der Reallaborarbeit praxisnah in den Blick genommen werden, ohne die philosophisch-ethische Reflexion zu vernachlässigen. Ziel des Projekts ist es, einen Ethikkodex für Reallabore zu erarbeiten – beginnend mit einem KIT-internen Entwurf, der in einem zweiten Schritt im Netzwerk Reallabore der Nachhaltigkeit und dann international zur Diskussion gestellt und partizipativ weiterentwickelt werden soll.